Forschungsprofil mit klaren Akzenten

Forschung auf hohem Niveau – das finden Sie in Bremen und Bremerhaven. Die Universität Bremen ist eine vorn elf Exzellenzuniversitäten deutschlandweit. Aber nicht nur hier und in den anderen Hochschulen steht hervorragende Forschung auf dem Plan. Bremen ist das Bundesland mit der höchsten Dichte an Forschungsinstituten im Verhältnis zur Einwohnerzahl.

Enge Kooperationen unter den Hochschulen und zwischen Hochschulen und Forschungsinstituten haben Bremen zu einem anerkannten Spitzenstandort der Forschung gemacht. Diese Forschungsstärke kommt auch den Studierenden zu Gute: Die enge Verbindung zwischen Lehre und aktueller Forschung ist in Bremen traditionell sehr eng.

Meereswissenschaften

Das Land Bremen ist ein international anerkannter Spitzenstandort für Meeres- und Klimawissenschaften und außerdem der größte deutsche Meeresforschungsstandort; rund 40 % aller in Deutschland tätigen Meeresforscherinnen und Meeresforscher arbeiten hier.

Seit 2001 ist am Zentrum für Marine Umweltwissenschaften (MARUM) der Universität Bremen das DFG Forschungszentrum „Der Ozean im System Erde“ angesiedelt, und seit 2007 ist das MARUM gemeinsam mit den außeruniversitären Meeresforschungsinstituten ein DFG-geförderter Exzellenzcluster. Außerhalb der Universität existieren z.T. sehr große Institute der drei Wissenschaftsgemeinschaften Helmholtz, Max-Planck und Leibniz, die mit Ihren Kooperationsprofessuren und Arbeitsgruppen stark zum wissenschaftlichen Erfolg und zur Lehre in den Meereswissenschaften in Bremen beitragen.

Die Bremer Meeresforschungsinstitute sind darauf bedacht, Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler interdisziplinär auszubilden. Jedes der Institute besitzt eine Graduiertenschule und i. d. R. noch ein oder mehrere Graduiertenkollegs. Dabei spielt auch der internationale Austausch, z.B. mit Kanada oder Neuseeland eine große Rolle und es wird intensiv die einzigartige Infrastruktur der bremischen Institute genutzt. Das MARUM beherbergt eines von nur drei weltweit vorhandenen Bohrkernlagern des Integrated Ocean Discovery Programs (IODP) sowie diverse Unterwasserroboter und zwei Meeresbodenbohrgeräte. Am Alfred-Wegener-Institut für Polar und Meereswissenschaften (AWI) in Bremerhaven, mit seinen über 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das größte Institut im Land Bremen, werden der einzige deutsche Forschungseisbrecher „Polarstern“ sowie mehrere kleinere und ein mittelgroße Forschungsschiffe für regionale Einsätze betrieben. Außerdem unterhält es u.a. zwei Polarflugzeuge, Stationen in der Antarktis (Neumayer III) und der Arktis (AWIPEV) sowie Forschungsstellen in der Deutschen Bucht (Helgoland und Sylt) und in Potsdam. Diese Forschungsinfrastruktur steht auch Studierenden und vor allem NachwuchswissenschaftlerInnen zur Verfügung.

Rote Qualle in der Tiefsee
© MARUM/Universität BremenTauchroboter des MARUM treffen im Südatlantik in 2.900 Meter Wassertiefe auch mal auf eine Tiefseemeduse.
Grüner Fisch schwimmt im Wasser
© Uwe Nettelmann/Alfred-Wegener-InstitutWie leben Fische mit der Versauerung der Ozeane? Dazu forscht das Alfred-Wegener-Institut in Bremenhaven.

Materialwissenschaften

Der Wissenschaftsschwerpunkt Materialwissenschaften zeichnet sich durch eine große Anzahl überregionaler Forschungsinstitute und Landesinstitute aus, die eng untereinander und mit den universitären Instituten vernetzt sind. Es werden sowohl grundlagenorientierte als auch anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung sowie Transfer in die Industrie betrieben. Die Forschungsarbeiten sind für eine Vielzahl von Branchen relevant, insbesondere für Automobil-, Flugzeug-, Schiffbau-, Raumfahrt-, Windenergie-, Umwelt- und Medizintechnik. Die Forschung dazu an der Uni Bremen und den Instituten wird seit einiger Zeit im MAPEX gebündelt. MAPEX steht für Materials, Processes, Excellence.

Glühender Zahnring in Halterung
© Ulrich Reiß/IWT BremenBei der Wärmebehandlung durch induktives Randschichthärten können Zahnräder besonders energieeffizient und umweltschonend gehärtet werden. Dazu forscht das IWT an der Uni Bremen.

Informations- und Kommunikationswissenschaften

Der Wissenschaftsschwerpunkt Informations- und Kommunikationswissenschaften (inkl. Logistik und Robotik) bündelt jene Aktivitäten an Forschungsinstitutionen im Lande Bremen, die sich mit den Themen Logistik, Robotik, Medien und  Kognition beschäftigen. In diesem Rahmen werden z. B. intelligente technische Systeme für unterschiedliche Herausforderungen entwickelt, vom kleinsten Hardwarebaustein bis hin zum Gesamtsystem eines Roboters. Es werden die Folgen und Veränderungen für den Menschen durch die zunehmende Bedeutung von Medien in unserem Alltag untersucht. Es wird gefragt, wie menschliche Informationsverarbeitung (z.B. Wissen, Sprache, Erfahrung) stattfindet oder wie intelligente Verfahren zur Planung und Steuerung von Produktion und Logistik entwickelt und realisiert werden können. An der Universität Bremen bündelt Minds-Media-Machines diese Aktivitiäten.

Mann mit Datenbrille in begehbarem Ball
© Universität BremenWie orientieren wir uns in unbekannten Räumen? Dies wird an der Uni Bremen mit Hilfe der Virtusphere erforscht.

Sozialwissenschaften

Der Wissenschaftsschwerpunkt Sozialwissenschaften erforscht systematisch-empirisch und international-vergleichend den sozialen und politischen Wandel von Wohlfahrtsgesellschaft und Staat unter dem Druck von Globalisierung und Liberalisierung, neue Formen sozio-politischer Integration auf nationaler, europäischer und globaler Ebene sowie vielfältige Instabilitäten. Er zeichnet sich durch eine enge Verknüpfung von Forschung und Lehre über die Verzahnung von Ausbildungs- und Forschungsprogrammen aus. Das SOCIUM ist an der Universität Bremen das Zentrum dieser Aktivitäten. Aufbauend auf verschiedenen sozialwissenschaftlichen Bachelorstudiengängen können deutsch- oder englischsprachige spezialisierte Master-Angebote wahrgenommen werden. An diese schließt wiederum die von der Exzellenzinitiative geförderte interdisziplinäre Bremen Graduate School of Social Sciences (BIGSSS) an. Eine europaweit führende Adresse für den wissenschaftlichen Nachwuchs.

Studierende in Diskussion
© Alasdair Jardine/Universität BremenDie Bremen International Graduate School of Social Sciences (BIGSSS) ist eine Kooperation der Universität Bremen und der Jacobs University. Seit 2007 wird sie durch die Exzellenzuniversität gefördert.

Gesundheitswissenschaften

Der Wissenschaftsschwerpunkt Gesundheitswissenschaften zeichnet sich durch eine hohe Anwendungsorientierung aus. Dies gilt für die beiden großen Bereiche: die Epidemiologie, Public Health-, Gesundheitsversorgungs- und Pflegeforschung sowie die Medizintechnikforschung gleichermaßen. Im Mittelpunkt des Forschungsinteresses stehen die Krankheitsvermeidung, die Verbesserung diagnostischer und therapeutischer Prozesse und die Weiterentwicklung des Gesundheitssystems insgesamt hin zu mehr Qualität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Der Schwerpunkt zeichnet sich durch ein hohes Maß an Interdisziplinarität mit einem breiten Fächerspektrum aus der Medizin, den sozial-, natur-, ingenieur- und geisteswissenschaftlichen Disziplinen aus mit entsprechenden Bachelor-und Masterausbildungsstudiengängen in den jeweiligen Bereichen (außer Medizin). Die enge Kooperation zwischen Universität und dem Leibniz-Institut BIPS sowie dem Fraunhofer-Institut MEVIS garantiert hochwertige Doktoranden-Ausbildungsprogramme.

Mann und Frau vor Monitor, Mann hält Hirnmodell in einer Hand
© Kai Uwe Bohn/Universität BremenZusammen mit dem Fraunhofer-MEVIS erforschen Wissenschaftler der Uni Bremen wie Echtzeitbilder Chirurgen während der OP unterstützen können.